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Autor: Michael Rothenberg, Medizinredakteur
Aktualisiert: 2. März 2020

 

Selbsttest: Erektile Dysfunktion

Erektionsstörungen sind ein häufig auftretendes Problem bei Männern. Eine ausbleibende Erektion ist jedoch nicht immer gleich bedeutsam mit einer erektilen Dysfunktion.

Gelegentliche Potenzprobleme bei Männern jeglichen Alters sind vollkommen normal. Psychischer Stress, körperliche Erschöpfung oder erhöhter Alkoholkonsum können sich negativ auf die Libido auswirken und eine Erektion verhindern. Sofern solche Erektionsschwierigkeiten nur hin und wieder auftreten, besteht in der Regel noch kein Grund zur Sorge. Sollten die Störungen jedoch über einen längeren Zeitraum auftreten, könnte der Verdacht auf das Vorliegen einer erektilen Dysfunktion gegeben sein.

Mithilfe unseres Selbsttests finden mit Sie mit nur wenigen Klicks heraus, ob bei Ihnen Anzeichen einer Erektionsstörung vorliegen.

Leiden Sie an einer erektilen Dysfunktion?

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Wie bewerten Sie Ihre Zuversicht, eine Erektion zu bekommen und diese auch aufrecht zu erhalten?

Wenn Sie aufgrund sexueller Stimulation eine Erektion hatten, wie häufig war diese hart genug für Geschlechtsverkehr (Eindringen in Partner/in)?

Wie häufig waren Sie beim Geschlechtsverkehr in der Lage, Ihre Erektion nach dem Eindringen aufrecht zu erhalten?

Wie schwierig war es, Ihre Erektion bis zum Orgasmus aufrecht zu erhalten?

Beim Versuch Geschlechtsverkehr zu haben, wie häufig war dieser für Sie befriedigend?

Selbsttest: erektile Dysfunktion?
Ergebnis: Schwere erektile Dysfunktion
Ihre Punktzahl beim Selbsttest beträgt zwischen 1 und 7 Punkte. Sie zeigen Anzeichen einer schweren erektilen Dysfunktion und sollten sich deshalb dringend in ärztliche Behandlung begeben. Es gibt zahlreiche Ursachen für Nierenfunktionsstörungen, die sowohl körperlicher, medikamentöser als auch oder psychischer Natur sein können. Ein Arzt stellt die richtige Diagnose und legt den optimalen Therapieplan fest.
Ergebnis: Mäßige erektile Dysfunktion
Ihre Punktzahl beim Selbsttest beträgt zwischen 8 und 11 Punkte. Bei Ihnen könnte eine mäßig starke Erektionsstörung vorliegen. Sie sollten keine Zeit verlieren und einen Termin bei Ihrem Hausarzt oder Urologen vereinbaren. Dieser stellt nicht nur die finale Diagnose, sondern zeigt Ihnen auch geeignete Behandlungsmethoden auf. Unbehandelt resultieren Erektionsstörungen auch häufig in psychischen Problemen und können einen Partnerschaft belasten.
Ergebnis: Leichte bis mäßige erektile Dysfunktion
Ihre Punktzahl beim Selbsttest beträgt zwischen 12 und 16 Punkte. Sie leiden wahrscheinlich unter einer leichten bis mäßigen Erktionsstörungen. Eine ärztliche Untersuchung gibt Aufschluss über den tatsächlichen Grad der Erkrankung. Der Hausarzt oder Urologe kann Ihnen zudem eine passende Behandlung empfehlen. Da eine erektile Dysfunktion auch mit anderen organischen Erkrankungen wie Bluthochdruck oder Diabetes zusammenhängen kann, sollte der der Arztbesuch nicht zu lange herausgezögert werden.
Ergebnis: Leichte erektile Dysfunktion
Ihre Punktzahl beim Selbsttest beträgt zwischen 17 und 21 Punkte. Bei Ihnen könnte eine leichte erektile Dysfunktion vorliegen. Sie sollten daher einen Termin bei Ihrem Hausarzt oder einem Urologen vereinbaren, um den Verdacht abzuklären. Der Arzt stellt die Diagnose und kann Ihnen einen geeigneten Behandlungsplan aufzeigen. Je früher Erketionsstörungen behandelt werden, desto besser sind die Heilungschancen.
Ergebnis: Keine Anzeichen einer erektilen Dysfunktion
Ihre Punktzahl beim Selbsttest beträgt zwischen 22 und 25 Punkte. Es besteht kein akuter ärztlicher Verdacht, dass bei Ihnen eine erektile Dysfunktion vorliegt. Da Erketionsstörungen und andere urologische Probleme mit dem Alter jedoch zunehmen können, empfiehlt es für Männer ab dem 45. Lebensjahr, an einer jährlichen urologischen Vorsorgeuntersuchung teilzunehmen.

Wichtig:

Dieser Selbsttest ersetzt kein Arztgespräch. Wenden Sie sich bitte bei Beschwerden direkt an Ihren Hausarzt oder Urologen.

Vermuten Sie an sich eine Erektionsstörung?

Erektionsstörungen können entweder gelegentlich oder über einen zeitlich beschränkten Zeitraum auftreten. Auch ein dauerhafter Verlust der Erektionsfähigkeit ist möglich. Von einer erektilen Dysfunktion wird aus medizinischer Sicht dann gesprochen, wenn der Betroffene innerhalb der letzten 6 Monate in ca. 70 % der Versuche keine ausreichende Erektion erreichen konnte.4

Zu den Anzeichen für eine erektile Dysfunktion gehört, wenn der Penis zwar erigiert, jedoch die Härte der Erektion nicht ausreicht, um in die Vagina einzudringen oder die Erektion während des Geschlechtsverkehrs so stark nachlässt, dass kein Orgasmus mehr möglich ist. Eine erektile Dysfunktion liegt aber auch dann vor, wenn gar keine Gliedsteife erreicht wird.

Mit dem obigen Selbsttest können Sie ermitteln, ob bei Ihnen das Risiko einer erektilen Dysfunktion geben ist.

Selbsttest: Ursache der Erektionsstörung finden

Eine erektile Dysfunktion kann verschiedenste Ursachen haben. Es kommen sowohl körperliche, medikamentöse als auch psychische Faktoren in Frage.

Häufig sind Erektionsstörungen eine Begleiterscheinung von Erkrankungen, wie z.B. Diabetes, Durchblutungsstörungen oder neurologischen Beschwerden. Zudem können auch die Einnahme von verschiedenen Medikamenten oder starker Alkohol- und Nikotinkonsum Ursachen für eine erektile Dysfunktion sein. Aber auch psychische Probleme können zu einer Beeinträchtigung der Erektionsfähigkeit führen.

Anhand unseres Ursachen Selbsttestes finden Sie heraus, wodurch Ihre Erektionsschwierigkeiten verursacht werden und welche Behandlungsmethode sich für Sie am besten eignen würde.

Welche Ursachen kann eine erektile Dysfunktion haben?

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Nehmen Sie regelmäßig Medikamente gegen Bluthochdruck, Diabetes, Rheuma oder Schmerzmittel?

Medikamentöse Ursache

Sind Sie Raucher bzw. konsumieren Sie regelmäßig Alkohol in größeren Mengen?

Sind Sie übergewichtig?

adipositas-impotenz

Sind Sie älter als 50 Jahre?

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Hat die erektile Dysfunktion plötzlich begonnen? (kein schleichender Prozess)

Tritt die erektile Dysfunktion auch bei der Selbstbefriedigung auf?

Selbstbefriedigung

Haben Sie eine nächtliche bzw. morgendliche spontane Erektion?

Morgendliche Erektion

Bemerken Sie hin und wieder (z. B. beim Husten, schweren Heben usw.) einen leichten unkontrollierten Harnaustritt?

Inkontinenz

Treiben Sie regelmäßig Sport?

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Sind sie im Alltag oder Privatleben häufig gestresst?

Psychische Ursache

Welche Ursache kann die Erektionsstörung haben?
Ergebnis: Medikamentöse Ursache

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Ihre erektile Dysfunktion könnte aus der regelmäßigen Einnahme verschiedenster Medikamente resultieren. Lesen Sie die Packungsbeilage dieser Medikamente und versichern Sie sich, dass die erektile Dysfunktion keine der gelisteten Nebenwirkungen ist. Jedenfalls sollten Sie einen Arzt konsultieren, um gegebenenfalls ein Ersatzmedikament zu finden, welches keine Nebenwirkungen mit sich bringt. Sollte nicht das Medikament Grund für Ihr Leiden sein, gilt es herauszufinden, ob es organische oder psychische Gründe für die erektile Dysfunktion gibt.
Ergebnis: Organische Ursache

Aufgrund Ihrer Angaben könnte die Ursache der vorliegenden erektilen Dysfunktion körperliche Ursachen haben. Begleitumstände wie Übergewicht, hoher Blutdruck oder Cholersterinspiegel sowie wenig sportliche Betätigung im Alltag können eine erektile Dysfunktion auslösen. Typisch für organische Ursachen einer ED sind ein schleichender Verlauf, keine hohen psychischen Belastungen im Arbeits- oder Privatleben, vorliegen der erektilen Dysfunktion auch bei Masturbation. Auch Schmerzen im Genitalbereich sind ein Anzeichen für organische Ursachen. Hier kann man vor allem durch einen Lebenswandel positive Ergebnisse erzielen. Neben dem Verzicht auf Tabak, Alkohol oder andere Drogen sowie regelmäßigen Sport (vor allem Beckenbodentraining) sowie regelmäßige Check-ups beim Arzt kann die erektile Dysfunktion geheilt werden. Nervenbedingte Ursachen gelten als besonders schwere Ursachen und können selbst mit PDE-5-Hemmer nicht immer behandelt werden. Grundsätzlich sollten Sie einen einen Arzt konsultieren um die genaue Ursache zu diagnostizieren.
Ergebnis: Psychische Ursache

Psychische Ursache

Ihre Angaben deuten möglicherweise auf eine psychisch bedingte erektile Dysfunktion hin. Besonders bei plötzlichem Auftreten einer erektilen Dysfunktion bei gleichzeitig hohen Stressfaktoren im privaten oder beruflichen Umfeld, sind oft psychische Faktoren ursächlich. Auch das Auftreten der erektilen Dysfunktion nur beim Geschlechtsverkehr mit dem Partner, hingegen nicht bei der Selbstbefriedigung, spricht für eine psychisch bedingte ED. Hier kann oft ein klärendes Gespräch mit einem Arzt oder Psychologen Abhilfe schaffen. Man sollte die Ursachen für die auftretende sexuelle Blockade finden und an der Behebung arbeiten. Auslöser können sexueller Leistungsdruck, Depressionen, Stress im Beruf, Beziehungsprobleme oder jugendliche Traumata sein. PDE-5-Hemmer können bei psychologischen Ursachen sehr effektiv helfen, so lange grundsätzlich Lust auf Sex besteht.

Wichtig:

Auch dieser Selbsttest ist kein Ersatz für ein Arztgespräch. Sollten Sie Beschwerden haben, die eine erektile Dysfunktion vermuten lassen, wenden sich bitte direkt an Ihren Hausarzt oder Urologen.

Risikofaktoren für eine erektile Dysfunktion

Erektionsstörungen können durch unterschiedlichste Ursachen ausgelöst werden.

Mediziner gehen jedoch davon aus, dass es bei ungefähr 70 % der Betroffenen an einer organischen Grunderkrankung liegt. Potenzprobleme zeigen sich vor allem bei Männern über 60 Jahren, weshalb die Grundthese der organischen Ursache sehr wahrscheinlich ist.

Zusätzlich kann eine erektile Dysfunktion auch als Nebenwirkung bei regelmäßiger Einnahme von Medikamenten erfolgen. Vor allem blutdrucksenkende Präparate, Schmerzmittel und NSAR-Medikamente verzeichnen nicht selten eine Erektionsstörung als Nebenwirkung.

Auch junge Männer können von Potenzproblemen betroffen sein. Sofern keine Vorerkrankung besteht, gelten bei Betroffenen unter 50 Jahren voranging psychische Beschwerden wie Alltagsstress, Hemmungen, Performance-Ängste oder Depressionen als Ursache der erektilen Dysfunktion. Auch zu häufiger Pornokonsum kann ein Auslöser von Erektionsstörungen sein.

Weitestgehend für die Erektionsfähigkeit unterschätzt, wird zudem ein gesunder Lebensstil. Übergewicht, Rauchen und ein überhöhter Alkoholkonsum verursachen bei Männern jeden Alters Potenzschwierigkeiten.

Durch eine gesunde Ernährung und regelmäßige Bewegung kann die Wahrscheinlichkeit von Erektionsstörungen drastisch reduziert werden.

Hinweis:

Eine erektile Dysfunktion liegt medizinisch erst dann vor, wenn sich bei über 70 % der Versuche innerhalb von 6 Monaten keine Erektion ergibt.

  • Vorerkrankungen

  • Nebenwirkung einiger Medikamente

  • Alltagsstress

  • Versagensängste

  • Depression

  • Übergewicht

  • Bewegungsmangel

  • Ungesunde Ernährung

  • Nikotinkonsum

  • Alkoholkonsum

Was tun bei erektiler Dysfunktion?

Treten innerhalb einiger Monate häufiger Potenzprobleme auf, konsultieren Sie am besten einen Arzt.

Dieser wird im Zuge eines Anamnesegesprächs, einem Bluttest sowie einer körperlichen Untersuchung mit Ihnen auf Ursachenfindung gehen und eine angemessene Therapiemethode empfehlen.

Nicht immer ist eine sofortige medikamentöse Behandlung mit PDE-5-Hemmern ratsam. Je nach Ursache werden zunächst passive Behandlungsmethoden angeraten.

Grundsätzlich ist zur Steigerung der Potenz ein regelmäßiges Beckenbodentraining zu empfehlen. Dieses können Sie täglich durchführen und unauffällig in Ihren Alltag integrieren. Durch eine gestärkte Beckenbodenmuskulatur kann der Druck im Penis besser kontrolliert werden. Auf diese Weise kann eine feste Erektion eher erreicht werden. Zudem kann durch Beckenbodentraining auch das Durchhaltevermögen bis zum Orgasmus gestärkt und besser kontrolliert werden.

Der Einsatz eines Penisringes während der Selbstbefriedigung oder des Geschlechtsverkehrs kann den Penis zusätzlich stimulieren. Mit einem Penis- bzw. Cockring kann das Halten einer möglichst harten Erektion gezielt trainiert werden.

Zudem ist es zu empfehlen, dass man über die eigene Erektionsstörung spricht – mit dem Sexualpartner oder einem Therapeuten. Kommunikation kann wichtige Impulse freisetzen, Blockaden lösen oder Druck in der Partnerschaft nehmen.

Bei den meisten Betroffenen über 50 Jahren ist jedoch eine aktive Therapie mit entsprechender Medikation (z. B. Sildenafil) die üblichere Vorgehensweise bei Erektionsproblemen.

  • Arztbesuch

  • Diagnose & Ursachenfindung

  • Auswahl der passenden Behandlungsmethode

  • Passive Behandlung

    durch Kommunikation, Ernährungsumstellung,
    Penisring, Beckenbodentraining etc.

  • Aktive Behandlung

    durch PDE-5-Hemmer, Testosteron-, Eigenblut-,
    Injektionstherapie, Penisprothese etc.

Hinweis:

Unabhängig von der gewählten Therapieform sollte die Behandlung einer erektilen Dysfunktion stets mit einem gesunden Lebensstil (gesunde Ernährung, Verzicht auf Drogen, regelmäßiger Sport etc.) einhergehen.

  1. Erektile Dysfunktion - de.wikipedia.org
  2. Selvin E, et al. (2007). Prevalence and risk factors for erectile dysfunction in the US. DOI: 10.1016/j.amjmed.2006.06.010
  3. Rajiah K, et al. (2012). Psychological impotence: Psychological erectile dysfunction and erectile dysfunction causes, diagnostic methods and management options. DOI: 10.5897/SRE11.1065
  4. American Urological Association (AUA) – erectile dysfunction: AUA Guideline – © 2018 by the American Urological Association – doi.org

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