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Autor: Michael Rothenberg, Medizinredakteur
Überprüft von: Dr. med. Johannes von Büren
Aktualisiert: 14. Februar 2020

Schnelle Hilfe bei Erektionsstörungen

Erektionsstörungen stellen für viele Betroffene ein schwierig anzusprechendes Thema dar. Dabei sind Probleme mit der Erektion in den meisten Fällen gut behandelbar oder sogar gänzlich heilbar.

Doch wie bekommt man schneller Hilfe wenn es plötzlich mit der Erektion nicht mehr so funktioniert wie gewohnt? Wir stellen die Möglichkeiten, Erektionsprobleme schnell zu bewältigen vor. 

Erste Anlaufstellen sind Hausärzte oder direkt die Urologie. Insbesondere beim Urologen, können viele verschiedene Untersuchungen durchgeführt werden, um die Ursache der Erektionsstörungen ausfindig zu machen.

Je nach Ursache der erektilen Dysfunktion, könnten betroffene auch an spezialisierte Psychologen weitergeleitet werden. 

Der Arzt wird durch ein Anamnesegespräch und körperlichen Untersuchungen, Bluttest und Ultraschall versuchen, die Ursache für die Erektionsstörung zu finden. Dabei werden auch persönliche Fragen über das Sexualleben, mögliche Vorerkrankungen und regelmäßiger Medikamenteneinnahme abgefragt.

Kommt es zu längeren Wartezeiten für Termine bei Fachärzten, kann man Hausärzte um Unterstützung bitten. Ruft der Hausarzt bei einem Facharzt an, kann häufig ein schnellerer Termin vereinbart werden. Alternativ kann auch der Terminservice der Krankenkasse genutzt werden.

Übrigens: Auch Selbstzahler bekommen häufig schneller einen Termin beim Facharzt.  

Bewährte Mittel, die bei Erektionsstörungen schnell Abhilfe schaffen, sind unter anderem die Penispumpe, der Penisring oder PDE-5-Hemmer (Potenzmittel).

Letzteres muss mit einem Arzt abgesprochen werden, da für den Erwerb ein Rezept benötigt wird.

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Übersicht:
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    Wie bekomme ich schnell Hilfe?

    Unter einer erektilen Dysfunktion leiden mehr Männer, als man denken würde. Auch junge Männer können davon betroffen sein.

    Ursachen für Erektionsstörungen gibt es dabei etliche. Um Potenzstörungen richtig behandeln zu können, muss die genaue Ursache allerdings erst festgestellt werden. Betroffene sollten sich nicht davor schämen, Hilfe zu suchen. Denn je schneller man handelt, desto besser sind die Chancen auf eine Heilung.

    Je länger man das Problem ignoriert, desto mehr kann man in einen Teufelskreis gelangen und weitere Nebeneffekte wie Depression erzeugen.

    Außerdem sind Potenzprobleme oft auch Nebenerscheinungen von Krankheiten, von denen Betroffene noch gar nichts wissen. Es ist daher sehr ratsam, sich Hilfe zu suchen. Schnelle Hilfe erlangt man, in dem man sich direkt an einen Spezialisten wenden, der eine richtige Diagnose erstellen und die Ursache des Problems dann mit der richtigen Behandlungsmethode bekämpfen kann.

    Schnelle Hilfe bei erektiler Dysfunktion

    Welcher Arzt ist bei erektiler Dysfunktion der richtige?

    Da es viele verschiedene Gründe bzw. Ursachen für die auftretenden Potenzprobleme gibt, könne auch mehrere Anlaufstellen der richtige Ansprechpartner sein. Oft spielen viele Faktoren eine Rolle, wodurch unter Umständen auch verschiedene Spezialisten gleichzeitig nötig sein können.

    Im ersten Schritt sollte man allerdings immer erst einen Urologen aufsuchen. In manchen Fällen, je nach Versicherung, muss die erste Anlaufstelle aber auch der Hausarzt sein, der Betroffene dann an einen Urologen weiterleiten kann.

    Der Urologe oder der Hausarzt versucht die Ursachen für die Potenzstörung herauszufinden und leitet die Betroffenen dann wiederum weiter an die zuständigen Spezialisten, wie beispielsweise Psychologen oder Therapeuten falls die Störung durch psychologische Ursachen entstanden sind oder an Fachmediziner, falls die Potenzprobleme Nebeneffekt einer Krankheit sind.

    Was passiert beim Arztbesuch?

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    Der Urologe wird im ersten Schritt feststellen, ob es sich wirklich um eine Potenzstörung handelt und welche die möglichen Ursachen dafür sein könnten.

    Dies geschieht unter anderem mit Hilfe von:

    • einem Anamnesegespräch

    • körperlichen Untersuchungen

    • Blutuntersuchungen

    • Ultraschall

    Mögliche Fragen sind dabei unter anderem:

    • Wie äußern sie sich die Erektionsprobleme

    • Gab es bereits Lösungsversuche

    • Was ist die sexuelle Verhaltensweise? (Präferenzen, Selbstbefriedigung etc.)

    • Welche Grundbedürfnisse leiden unter den Erektionsstörungen

    • Tauchen Probleme auch bei der Masturbation auf

    • Wie sieht es mit der Libido aus

    • Ist eine Partnerschaft vorhanden und wenn ja, ist diese intakt

    Tipp:


    Reagiert der behandelnde Arzt nicht souverän auf die Antworten, sollte über ein Arztwechsel nachgedacht werden. Denn dies könnte darauf hinweisen, dass der Arzt dem Thema nicht gewachsen ist und keine gute Hilfe sein wird. Um eine erektile Dysfunktion effektiv behandeln zu können, ist es wichtig die Ursache aufzudecken. Diese kann nur gefunden werden, wenn ein ehrliches Gespräch zwischen Patienten und Arzt möglich ist und der Patient sich wohl fühlt mit dem Arzt über die Probleme zu reden. Darum sind Urologen auch häufig die bessere Wahl als Allgemeinmediziner.


    Erektionsstörungen: Wie sagt man es dem Arzt?

    Den meisten Betroffenen fällt es sehr schwer offen über ihre Erektionsprobleme zu reden. Viele fürchten sich davor, zum Arzt zu gehen oder gar einen Termin für eine Behandlung auszumachen.

    Eine erektile Dysfunktion ist keine Seltenheit. Betroffene sollten es sich dabei immer vor Augen führen, dass Probleme mit der Erektion für Urologen zum Tagesgeschäft gehören. Diese Ärzte sind es gewohnt mit solchen Problemen umzugehen. 

    Außerdem: Ärzte unterliegen außerdem der ärztlichen Schweigepflicht und ein professioneller Arzt wird mit dem Thema immer sensibel und diskret umgehen.

    Tipp:


    Es ist nicht verwerflich bei dem ersten Anruf in der Praxis um einen Beratungsgespräch zu bitten und dabei das Problem nicht im Detail zu schildern. Ein einfacher kurzer Begriff wie "Erektionsstörungen" kann bereits genügen damit das Personal informiert ist. Im weiteren Verlauf der Behandlung ist Ehrlichkeit und ein offenes Gespräch jedoch unumgänglich. Je ehrlicher und offener Betroffene bei der Untersuchung sind, desto leichter fällt es den Ärzten eine richtige Diagnose zu erstellen.


    Warum ist der Arzttermin bei Erektionsstörungen wichtig?

    Probleme mit der Erektion können oft durch körperliche Ursachen entstehen. Das bedeutet, dass die erektile Dysfunktion auch ein Anzeichen bzw. ein Symptom einer Krankheit wie Diabetes oder Gefäßkrankheiten sein kann. Vermeidet der Betroffene einen Arztbesuch, kann es passieren, dass dies verursachende Krankheit lange unbemerkt bleibt und sich verschlimmert. Ein Arztbesuch ist daher immer ratsam.

    Wie bekommt man schneller einen Termin?

    Bei der Terminvereinbarung mit Fachärzten kann es oft zu längeren Wartezeiten kommen, insbesondere wenn man ein Kassenpatient ist. Dies lässt sich aber durch ein paar Tricks vermeiden.

    • Überblick über Ärzte in der Region verschaffen und bei mehreren Ärzten einen Termin anfragen.

    • Bei akuten Fällen ist es möglich, den Hausarzt um Hilfe zu bitten. Dieser kann als Experte dem Facharzt besser verdeutlichen, wieso eine rasche Behandlung wichtig ist.

    • Manche Krankenkassen bieten einen Terminvermittlungsservice, durch den Betroffene schneller an Termine gelangen. Hier kann allerdings der Arzt nicht selbst ausgesucht werden.

    • Hartnäckigkeit: Betroffene, die sich selbst um ihren Termin kümmern wollen, sollten sich bei der Terminvereinbarung mit dem Wunscharzt nicht vertrösten lassen auf die Dringlichkeit des Termins bestehen.

    Potenzmittel über das Internet?

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    Aus Scham vor dem Thema wollen viele Betroffene nicht einen Arzt aufsuchen, vermeiden das Problem oder greifen zu voreiligen Selbsthilfen. Im Internet sind dabei viele lockende „rezeptfreie Potenzmittel“ und nicht zugelassene Medikamente zu finden, die schnelle Heilung versprechen.

    Hierbei ist allerdings äußerste Vorsicht geboten, da es sich oft um betrügerische Anbieter und Fälschungen handelt, die dubiose, im schlimmsten Fall sogar gesundheitsschädigende Mittel anbieten.

    Hinweis: Wer trotzdem darauf besteht, Medikamente gegen die Erektionsstörung aus dem Internet zu bestellen, sollte dies unbedingt über zugelassenen Online Apotheken mit einem gültigen Rezept tun. Achten Sie auch darauf das es sich ausschließlich um zugelassene PDE-5-Hemmer handelt.

    Natürliche Behandlungsmethoden

    Neben dem allbekannten Viagra gibt es auch viele natürliche Behandlungsmethoden. Die nun folgenden Methoden können bie leichten bis mäßigen Erektionsstörungen bereits eine schnelle Wirkung, ohne viel Aufwand zeigen.

    • Penispumpe:

      Eine Unterdruckpumpe ermöglicht es Betroffenen einer erektilen Dysfunktion mittels Unterdrucks eine Erektion zu erlangen. Dabei wird die Pumpe über den Penis gezogen und durch Pumpen ein Unterdruck erzeugt, der den Penis versteifen lässt. Gerade für ältere Männer oder bei mittelschweren Fällen der erektilen Dysfunktion ist die Penispumpe gut geeignet.

    • Penisring:

      Der Penisring ist ein Ring, der um den Penis oder den Hodensack gezogen wird und dadurch eine Erektion erhält oder gar verstärkt, indem er die Venen des Penis abdrückt und das Zurückfließen des Blutes verhindert. Der Penisring ist geeignet für leichte bis mittlere Erektionsstörungen.

    • Beckenbodentraining:

      Eine gesunde und starke Beckenbodenmuskulatur ist Voraussetzung für eine Erektion. Gezielte Übungen können die Muskulatur stärken und somit oft schon erste positive Ergebnisse bei Potenzproblemen erzeugen. Die Übungen können im Stehen oder Sitzen angewendet werden und sind leicht im Alltag integrierbar. Allerdings kann es einige Wochen Zeit benötigen, bis diese Methode erste Ergebnisse erzielt. Unter die Kategorie "schnelle Hilfe" fällt diese Methode also weniger.

    • Kommunikation:

      Sind die Erektionsstörungen psychologisch bedingt, können offene Gespräche über das Problem in manchen Fällen bereits Wunder wirken. Betroffene sollten mit ihren Partnern und Partnerinnen ehrlich sprechen und sich nicht für das Problem schämen. Auch Gespräche mit Sexualpsychologen können hilfreich sein und mögliche Belastungspunkte aufdecken. In manchen Fällen kann auch eine Hypnose oder bereits die Teilnahme an einer Selbsthilfegruppe Abhilfe verschaffen. 

    1. Schnellere Termine, mehr Sprechstunden, bessere Angebote für gesetzlich Versicherte – bundesgesundheitsministerium.de
    2. Urologensuche - Urologenportal

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