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Autor: Michael Rothenberg, Medizinredakteur
Überprüft von: Dr. med. Johannes von Büren
Aktualisiert: 26. April 2020

Der Penisring für eine härtere Erektion

Eine erektile Dysfunktion bzw. einhergehende Unbehaglichkeiten sind für viele Männer oft ein Tabuthema. Die Hemmschwelle zur Einnahme von Medikamenten gegen Erektionsstörungen ist meist hoch, leichter fällt hier oft die Behandlung mittels mechanischer Hilfsmittel wie beispielsweise einem Penis- oder Cockring.

Wird über den erigierten Penis oder Hoden gezogen und verlangsamen den Rückfluss des Blutes im männlichen Glied. Die Erektion kann so länger erhalten werden.

Der Penisring hilft auch die Erektion härter werden zu lassen und kann somit bei leichten oder mittleren Erektionsstörungen unterstützend wirken.

Es wird zwischen Penisringen aus flexiblen Materialien (Silikon, Gummi, Latex, Leder) sowie solchen aus harten, starren Materialien (Kunststoff, Holz, Metall) unterschieden.

Grundsätzlich so lange eine ausreichende Durchblutung gewährleistet ist. Normalweise sollte man den Penisring allerdings nicht länger als 30 Minuten anbehalten.

Treten erste Taubheitsgefühle auf oder kann der Penisring nicht mehr abgenommen werden, sollte umgehend ein Arzt konsultiert werden.

Neben Durchblutungsstörungen kann es auch zu schmerzhaften Dauererektionen (Priapismus) kommen. Die richtige Größe und die Verwendung elastischer Materialien können Abhilfe schaffen.

penisring
elMarco / shutterstock.com
Übersicht:
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    Mit einem Penisring die Erektion verstärken?

    Ein Penisring ist, wie der Name bereits verrät, ein Ring, welcher über die Eichel, den Penis oder den Hodensack gezogen wird. Er dient der Erhaltung oder gegebenenfalls auch der Verstärkung einer Erektion.

    Schnell erklärt:

    Kommt es zu einer Erektion kann durch den Penisring der Rückfluss des Blutes verhindert werden und so die Erektion länger gehalten bzw. härter werden.

    Mittlerweile wird der Penisring auch als Intimschmuck oder Accessoire bei verschiedenen Sexualpraktiken verwendet. Zudem wird ihm nachgesagt, um den Hodensack getragen, den Orgasmus zu verstärken.

    Penisringe gibt es in unterschiedlichen Ausführungen aus Latex, Kunststoff, Gummi oder Silikon. Auch starre Cockringe aus Metall, Holz oder Leder sind am Markt zu finden.

    Wie funktioniert ein Penisring?

    Der Penisring wird über den erigierten Penis gezogen, so soll er das Zurückfließen des Blutes aus dem Penis in die entsprechenden Venen verhindern.

    Hinweis:

    Die Venen, durch welche das Blut aus dem Penis abfließt, werden vom Ring abgedrückt, die Arterien hingegen, durch welche das Blut in den Schwellkörper einfließt, lassen sich nicht so einfach abdrücken.

    Beim Anbringen des Cockrings sollte man darauf achten, dass der Penisring nicht zu eng anliegt, da sonst ein Taubheitsgefühl am Penis auftreten kann.

    Wie funktioniert ein Cockring?

    Penisring bei Erektionsstörungen

    Ein Cockring ist vor allem für leichte und mittlere Erektionsstörungen eine gute alternative Behandlungsmöglichkeit zu Medikamenten. Aber auch für Männer ohne erkennbare Potenzstörungen bietet der Penisring einige Vorteile im Sexualleben. So dauert es mit dem Penisring deutlich länger bis der Mann zum Orgasmus kommt, auch ein „Weitermachen“ nach dem Orgasmus ist mit Penisring meist möglich.

    Sowohl der Mann als auch die Partnerin oder Partner können so den Geschlechtsakt länger genießen und den Orgasmus besser steuern. Viele Männer berichten auch von intensiveren Orgasmen bzw. mehreren Orgasmen hintereinander.

    Wichtig ist allerdings, dass man den Penisring nicht zu lange anwendet, denn dann kann das gestaute Blut nicht mehr abfließen, die Sauerstoffsättigung sinkt und gesundheitliche Folgeschäden können auftreten.

    Normalerweise merkt man recht schnell, wenn der Penisring abgestreift werden sollte, da sich ein Taubheitsgefühl einstellt.

    Auch für Männer mit schweren Erektionsstörungen kann die Kombination aus Penisring und Vakuumpumpe funktionieren.

    Welche Arten von Penisringen gibt es?

    Mittlerweile werden die unterschiedlichsten Modelle angeboten. Es gibt beispielsweise Varianten aus zwei zusammenhängenden Ringen, die sowohl über den Penis als auch den Hoden gezogen werden können.

    Zur zusätzlichen Stimulation des Partners werden auch Ringe angeboten, die mit verschiedensten Aufsätzen versehen sind und so eine Stimulation der Vulva, Klitoris oder des Anus hervorrufen können. Sie unterstützen nicht nur die Erektion, sondern steigern zusätzlich das sexuelle Empfinden beim Partner.

    Die Auswahl des Penisringes sollte zudem zur Anatomie des Anwenders passen und ist besonders bei starren, nicht größenverstellbaren Varianten wichtig.

    Folgende Arten von Cockringen wird unterschieden:

    Flexible Penisringe Silikon, Gummi, Latex, Leder
    Starre Penisringe Kunststoff, Metall, Holz

    Es gibt zudem Varianten mit zusammenhängenden Ringen, die über den Hoden und Penis gezogen werden. Durch passende Zusätze können die verschiedenen Modelle meist noch erweitert werden.

    Welche Risiken bringt die Verwendung eines Penisringes?

    Um Durchblutungsstörungen zu vermeiden, ist die Anwendung zeitlich begrenzt. Es wird empfohlen, Penisringe nicht länger als 30 Minuten zu tragen. Besonders bei starren Ringen und einer falschen Größenwahl kann es zu schmerzhaften Komplikationen kommen. Um schwerwiegende Folgen zu vermeiden und die Erektion medizinisch zu stoppen, ist die umgehende Konsultation des Arztes notwendig.

    Nicht nur aus diesem Grund wird eher zu größenverstellbaren Modellen mit Klettverschluss oder Druckknopf bzw. elastischen Materialien geraten.

    Sicherheitshinweise:

    • Keine Anwendung bei Blutgerinnungsstörungen oder anderen Blutkrankheiten.

    • Nicht länger als 20 bis maximal 30 Minuten tragen.

    • Eine Verwendung mit Gleitgel ist ratsam.

    • Bei nicht flexiblen Ringen ist die richtige Größe sehr entscheidend.

    • Es sollte keine allergische Reaktion gegen die Materialien vorliegen.

    • Nach jedem Gebrauch gründlich reinigen.

    • Bei schmerzen sollte die Verwendung sofort abgebrochen werden.

    Kann ein Penisring auch den Partner verletzen?

    Mit den medizinisch anerkannten Modellen besteht grundsätzlich keine Gefahr einer Verletzung beim Partner. Anders ist dies möglicherweise bei ausgefallenen Modellen. Durch die Verwendung von harten Materialien, abstehenden Verzierungen und ungünstigem Penetrationswinkel kann es durchaus zu Verletzungen im Intimbereich kommen.

    Hier sollte bereits bei der Auswahl darauf geachtet werden. Flexible Materialien und Ringe ohne hervorstehende Verzierungen sind zu bevorzugen.

    Gibt es solche Ringe auch für Frauen?

    Ja, als Pendant zum Penisring gibt es für Frauen sogenannte Klitorisringe.

    Sie funktionieren nach demselben Prinzip wie die Penisringe für Männer und sorgen dafür, dass die Klitoris mit Blut gefüllt wird. Dies vergrößert die Oberfläche der Klitoris und so die sexuelle Stimulation.

    Anders als beim Mann ist das „Anziehen“ eines Klitorisringes recht kompliziert, weshalb dessen Anwendung nicht sehr weit verbreitet ist.

    Penisring selber machen – Geht das?

    Gerade im Internet finden sich bei der Suche nach passenden Penisringen auch immer wieder Anleitungen für den Selbstbau eines solchen Cockringes.

    Auf den ersten Blick scheint dies recht einfach und auch für den Laien möglich. Männer sollten diese Vorschläge und Anleitungen allerdings jedenfalls ignorieren, denn die gesundheitlichen Folgen bei falscher Anwendung können verheerend sein.

    Besonders da Penisringe bereits für wenig Geld zu bekommen sind, sollte von selbstgebauten Modellen Abstand genommen werden.

    Alternativen:

    Wenn ein Penisring für die Erektion nicht genügt, können auch PDE-5-Hemmer (Potenzmittel) wie Viagra (Sildenafil) auch Cialis (Tadalafil) eingesetzt werden. Diese Mittel sind verschreibungspflichtig und wirken nach etwa 30 bis 40 Minuten. Durch den Einsatz von einem Penisring, sollten Männer bei der Wahl der Potenzmittel lieber auf eine niedrige Dosis setzen.

    1. Penisring - de.wikipedia.org
    2. Penisring & Vakuumpumpe - netdoktor
    3. Sextoys - Mögliche Gefahren - netdoktor
    4. What Cock Rings Are Used For? How to Try Them – Healthline

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