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Autor: Anja Behrens, Medizinredakteurin
Überprüft von: Dr. med. Johannes von Büren
Aktualisiert: 26. April 2020

Psychotherapie bei erektiler Dysfunktion

Psychische Belastungen zählen zu den häufigsten Ursachen und Verstärkern von Potenzproblemen. Eine Behandlung der erektilen Dysfunktion allein mit Medikamenten reicht daher oft nicht aus.

Eine gesunde Psyche dagegen beeinflusst die gesamte körperliche Gesundheit positiv, darunter auch die Potenz. Emotionale Lasten bauen Männer, die an einer erektilen Dysfunktion leiden, am effektivsten in Gesprächen mit Experten ab.

Im Rahmen der Einzelberatungen können die Therapeuten oder Coaches auf die individuellen Probleme und Bedürfnisse der Männer. Die Sitzungen sind intensiv und effektiv, da nur eine Person im Fokus steht.

Über Coachings in der Umgebung informieren sich Interessierte am besten auf den Webseiten der jeweiligen Coaches. Dort stellen diese das Angebot und den Umfang ihrer Beratungen vor. Über E-Mailadressen und Telefonnummer können weitere Informationen ausgetauscht werden. 

Der Weg in die Psychotherapie führt über den behandelnden Arzt. Dieser übermittelt die Kontaktdaten von Psychotherapeuten an Patienten, die unter einer erektilen Dysfunktion leiden. In Absprache mit dem Arzt und der Krankenkasse kann anschließend ein erster Termin in der jeweiligen Praxis vereinbart werden.

Die Dauer der Behandlung hängt von den ratsuchenden Männern ab. Je nachdem wie stark die Probleme ausgeprägt sind, kann die Therapie einzelne Sitzungen, Wochen oder Monate in Anspruch nehmen.

Die Kosten für die Psychotherapie trägt in der Regel die Krankenkasse. Für alternative Behandlungen wie Coachings müssen Interessierte selbst aufkommen. Die Kosten richten sich dabei nach dem jeweiligen Angebot und müssen beim Coach erfragt werden.

Die Coaches oder Therapeuten leiden die Männer durch die Therapie und geben je nach Einschätzung die Richtung des Gespräches vor. Möchten Patienten über ein bestimmtes Problem oder Thema sprechen, wird auch auf dieses eingegangen. 

Erste Erfolge sind oft schon nach wenigen Terminen zu verzeichnen. Die meisten Männer fühlen sich durch die Behandlung von einer emotionalen Last befreit. Wann sich dieser Effekt auf die Potenz auswirkt, ist jedoch nicht vorhersehbar und hängt vom Mann ab. 

Wenn Therapeuten oder Coaches und auch die zu behandelnden Männer eine Anwesenheit der Partner bei den Terminen als sinnvoll erachten, könne auch diese hin und wieder teilnehmen.
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Prostock-studio / shutterstock.com
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    Erfolge mit der Einzelberatung erzielen

    Sowohl die Psychotherapie als auch private Coachings ermöglichen es Männern mit erektiler Dysfunktion, in einem sicheren Umfeld über ihre Sorgen und Probleme zu sprechen.

    Im Gegensatz zu Gruppenberatungen, kann der professionelle Rat der behandelnden Experten hierbei voll und ganz auf den einzelnen Mann angepasst werden.

    Vorteile der Einzelberatung:

    • der Fokus liegt auf einem Mann

    • auf Probleme wird vertieft eingegangen

    • Therapeut oder Coach ist Vertrauensperson und Ansprechpartner

    • es sind schnelle Erfolge möglich

    • der Inhalt und Verlauf des Gespräches kann mitbestimmt werden

    • Betroffene müssen sich nur einer Person gegenüber öffnen

    Diese Therapieform eignet sich daher für alle, die den Potenzstörungen möglichst effektiv entgegenwirken wollen und den geschulten Therapeuten und Coaches vertrauen.

    Im Verlaufe der Behandlung können die Männer den emotionalen Ballast abbauen und ein verbessertes Selbstbild entwickeln. Die Angst als Versager dazustehen und bei Potenzproblemen weniger männlich zu sein, wird durch bestärkende Glaubensmuster ersetzt.

    Besonders jene Betroffener einer erektilen Dysfunktion, denen es nicht leicht fällt sich anderen gegenüber zu öffnen, profitieren von der Einzeltherapie. Hierbei werden Sorgen und Probleme nur mit einer neutralen Person geteilt, die auf den Umgang mit Potenzstörungen geschult wurde.

    Ob sich für die betroffenen Männer ein Coaching oder eine Psychotherapie am besten eignet, hängt von verschiedenen Faktoren ab.

    Privates Coaching oder Psychotherapie

    Im Rahmen einer Psychotherapie werden seelische oder psychisch bedingte körperliche Beschwerden mittels unterschiedlicher psychoanalytischer Verfahren behandelt.

    Innerhalb der einzelnen Termine finden Gespräche mit einem anerkannten und geschulten Psychotherapeut statt. Bei der Behandlung ermittelt dieser auf verschiedenen Wegen, wo die Ursachen der seelischen Probleme der Patienten ihren Ursprung haben und wie diese aufgelöst werden können.

    Auch innerhalb eines Coachings finden Einzelgespräche mit den ratsuchenden Männern statt. Die Coachs sind erfahrene Experten auf dem Gebiet der Therapie für erektile Dysfunktion. Es handelt sich jedoch meist nicht um Psychotherapeuten und die Behandlung weicht von den Methoden der Psychotherapie ab.

    Bei einem Coaching kommen daher andere Verfahren zum Einsatz. Wie genau Probleme mit der Potenz innerhalb der Beratungstermine beseitigt werden, hängt dabei stark vom jeweiligen Coach und seinen Behandlungsstrategien ab.

    Daher sollten sich Männer, die an einer Beratung interessiert sind, im Vorfeld über ein Angebot und seine Inhalte informieren. Das gelingt auf den Webseiten der Coaches oder über eine Kontaktaufnahme per Telefon und E-Mail.

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    DedMityay / shutterstock.com

    Finanzierung und Kostenübernahme

    Die beiden Therapieformen Coaching und Psychotherapie unterscheiden sich vor allem in der Herangehensweise an die Probleme der Männer.

    Während bei der Psychotherapie ausschließlich medizinisch anerkannte Verfahren der Behandlung dienen, sind die privaten Coachings flexibler in der Gestaltung der Beratungen.

    Bei der Wahl zwischen einer der beiden Therapieformen sollten Interessierte daher wählen, ob sie auch alternativen Behandlungsmethoden gegenüber offen sind, oder sich lieber ausschließlich auf die Medizin verlassen.

    Ein Aspekt der die Entscheidung beeinflusst, könnte auch die Finanzierung sein. Da es sich bei einer Psychotherapie um eine medizinische anerkannte Behandlungsmethode für erektile Dysfunktion handelt, übernimmt die Krankenkasse in manchen Fällen die Behandlungskosten. PDE-5-Hemmer dagegen, werden nur in sehr seltenen Fällen von der Krankenkasse übernommen.

    Wer auf Nummer sicher gehen möchte, erfragt bei der Krankenkasse im Vorfeld welche behandelnden Therapeuten die Voraussetzung für die Finanzierung erfüllen. Besonders bei Erektionsproblemen ist das Angebot der Behandlungen groß. Eine einfache Gesprächstherapie oder Paarberatung fällt beispielsweise nicht unter die Maßnahmen, die von der Krankenkasse getragen werden.

    Alternativen:

    Sollten Gespräche nicht helfen, können Ärzte auch Potenzmittel wie Viagra (Sildenafil) oder Cialis (Tadalafil) verschreiben. Diese wirken allerdings nur, wenn auch eine sexuelle Lust & Stimulation vorhanden ist.

    • Kostenerstattung bei Psychotherapie | therapie.de
    • Bei Impotenz gibt es für die meisten Betroffenen Hilfe – dak.de
    • Psychological treatment of erectile dysfunction in men without partners: outcome results and a new direction. – ncbi.nlm.nih.gov

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