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Autor: Michael Rothenberg, Medizinredakteur
Überprüft von: Dr. med. Johannes von Büren
Aktualisiert: 26. April 2020

Kommunikation bei Erektionsstörungen

Mit einer erektilen Dysfunktion kommt für Männer unweigerlich der psychische Druck.

Zu Versagensängsten, dem Gefühl weniger männlich zu sein und dem schlechten Gewissen gegenüber Lebenspartnern, gesellen sich häufig Wut und Selbstzweifel. Aus all diesen Faktoren kann sich eine enorme Belastung ergeben, die Potenzprobleme hervorrufen oder verstärken kann.

Um die emotionalen Lasten langsam aber beständig abzubauen, eignet sich die Kommunikation als ein hervorragendes Werkzeug. Unter Umständen können Erektionsprobleme dadurch komplett beseitigt werden. In jedem Falle unterstützt sie darin, den psychologischen Ursachen der Erektionsstörungen entgegenzuwirken.

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Photographee.eu / shutterstock.com

Die seelische Verfassung des Mannes einen entscheidenden Einfluss auf das Selbstbewusstsein und die Erektionsfähigkeit.

Emotionale Lasten wie Sorgen und Ängste können Erektionsstörungen sowohl hervorrufen als auch verstärken. Wenn Betroffene lernen ihre Probleme zu kommunizieren, besteht die Chance die Einschränkungen ganz oder teilweise zu beheben.

Im privatem Umfeld kommen Freunde, Familienmitglieder oder Lebenspartner in Frage. Professionellen Rat erhalten Betroffene bei Therapeuten, in Selbsthilfegruppen oder direkt von Ärzten.

Es wird zwischen dem Einzelgespräch und der Gruppentherapie unterschieden. Im Rahmen von gezielten Coachings oder einer Unterhaltung, findet das Gespräch meist zwischen zwei Personen statt. Auch eine Paartherapie kann hilfreich sein. 

Ein lockeres Umfeld versprechen Selbsthilfegruppen, bei denen nicht nur der einzelne Betroffene im Fokus steht, sondern Themen mit allen Anwesenden besprochen werden.

Vielen Betroffenen fällt es leichter, zunächst mit neutralen Bezugspersonen wie Ärzten oder Therapeuten über das Problem zu sprechen.

Nachdem in diesen Gesprächen eine gewisse Sicherheit aufgebaut wurde, könnten auch Personen aus dem privaten Umfeld hinzugezogen werden. Natürlich kann auch direkt mit einer Paartherapie begonnen werden.

Im Idealfall ist der behandelnde Arzt der erste Ansprechpartner. Dieser kann Patienten je nach Einschätzung der Situation an Fachärzte, Therapeuten oder Selbsthilfegruppen vermitteln.

Die Gesprächsthemen umfassen Ängste, Sorgen, negative Erlebnisse aber auch Erfolge im Kampf gegen die erektile Dysfunktion. Betroffene entscheiden selbst über was sie sprechen möchten und für welche Themen sie noch Zeit benötigen.
Übersicht:
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    Nachhaltige Behandlung statt kurze Erfolge

    Die Kommunikation ist einer der wirksamsten Methoden, um einer erektilen Dysfunktion den Kampf anzusagen.

    Anders als bei einer Therapie mit Medikamenten, benötigt diese Form der Behandlung jedoch Zeit, bis sich erste Erfolge zeigen.

    Viele Männer, die unter Erektionsstörungen leiden, bevorzugen daher den schnellen Effekt und greifen lieber gleich zum Potenzmittel. Damit werden die Ursachen der Impotenz allerdings nicht beseitigt, sondern nur für kurze Zeit ausgeblendet.

    Nahezu jeder Mann, der an einer erektilen Dysfunktion leidet, ist auch von einer enormen psychischen Belastung betroffen. Diese zu mindern und schrittweise abzubauen ist das Hauptziel der Kommunikation als Behandlungsansatz.

    Der Austausch über Probleme und Themen, die den Mann beschäftigen, erzielt im Gegensatz zu Potenzmittel langfristige, nachhaltige Erfolge. Die Betroffenen, welche den Schritt heraus aus dem Alleinkampf wagen, sind oft überrascht, wie stark der positive Einfluss regelmäßiger Gespräche mit Vertrauenspersonen auf die Potenz ist.

    Positive Effekte der Kommunikation:

    • Probleme sind greifbarer, wenn sie in Worte gefasst werden

    • Lebenspartner werden entlastet und fühlen sich weniger hilflos

    • Das Selbstwertgefühl wird gestärkt

    • Neue Lösungsansätze tauchen in Gesprächen auf

    • Betroffenen lernen sich selbst zu helfen

    • Die psychischen Belastungen sinken und Betroffene fühlen sich ausgeglichen

    • Männer lernen sich selbst kennen

    • Gesunde Psyche ermöglicht gesunde Potenz

    Gespräche mit Partnern oder Freunden

    Obwohl die meisten Männer die an einer erektilen Dysfunktion leiden, sich mit dem Problem zunächst allein fühlen, gibt es im privaten Umfeld viele potentielle Gesprächspartner.

    Für die Kommunikation sollte eine einfühlsame und verständnisvolle Person gewählt werden, die eventuell schon in der Vergangenheit Ansprechpartner für Sorgen war.

    Lebenspartner oder enge Freunde sind in vielen Fällen sehr erleichtert, wenn betroffene Männer deren Rat aufsuchen. Nicht selten leiden auch sie unter der Situation und fühlen sich sich hilflos oder außen vor.

    Natürlich sind die Personen aus dem privaten Umfeld in der Regel keine professionellen Therapeuten oder Ärzte. Sie sollten daher die Funktion des Zuhörers erfüllen und als emotionale Stütze dienen. Gesundheitliche Themen oder gezielte Strategien für die Behandlung können sie nicht gewährleisten.

    Bei der Kommunikation in Form von Gesprächen mit dem Lebenspartner oder Freunden ist es wichtig, dass der Mann seine Probleme ausspricht. Das minimiert die psychische Belastung und ist eine Art des Trainings, bei dem Männer üben sich zu öffnen und Probleme zukünftig nicht länger allein mit sich herumzutragen.

    Eine professionelle Therapie kann und soll das Gespräch mit Personen aus dem privaten Umfeld allerdings nicht ersetzen.

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    fizkes / shutterstock.com

    Professionelle Unterstützung einholen

    Nicht alle Männer bevorzugen das Gespräch mit Freunden oder Lebenspartnern über ihre Potenzprobleme. Oft ist der Schritt zunächst mit einer neutralen Person zu sprechen weniger beängstigend.

    Der Gedanke, dass Ärzte und Therapeuten regelmäßig mit Patienten über Potenzstörungen reden und die Problematik aus medizinischer Sicht betrachten, wirkt auf die Ratsuchenden beruhigend.

    Eine Einzel- oder Gruppentherapie kann ergänzend zum Gespräch mit Personen aus dem privaten Umfeld erfolgen. Umso mehr Ansprechpartner Männer mit Potenzstörungen haben, desto leichter wird es ihnen fallen, die Probleme durch Kommunikation zu verarbeiten.

    Therapeuten und Ärzte sind auf dem Fachgebiet gut informiert und wissen, wie sie Gespräche mit Patienten in die richtige Richtung lenken. Im Gegensatz zu Freunden können sie über die Zuhörerfunktion hinaus wirken und mit den Männern eine Behandlungsstrategie verfolgen. Sie wissen genau, worauf es bei der Behebung von Potenzstörungen ankommt und können einschätzen, für welche ihrer Patienten verschiedene Behandlungsansätze in Frage kommen.

    Egal ob in Rahmen von Selbsthilfegruppen oder Einzelberatungen, das Gespräch mit Experten sollten Männer mit erektiler Dysfunktion als Kommunikationsmöglichkeit wahrnehmen, um eventuelle psychische Ursachen der Potenzstörungen zu minimieren.

    Alternativen:

    Wenn Kommunikation nicht hilft, können PDE-5-Hemmer oral eingenommen werden und eine längere Erektion ermöglichen. Dafür muss allerdings Lust auf Sex bestehen, denn ohne Lust und ohne sexueller Stimulation, können selbst Potenzmittel wie Viagra oder Cialis nicht wirken.

    • Psychological Erectile Dysfunction: Signs, Causes + Solutions – excoaching.com
    • Erectile Dysfunction: Psychological Causes – webmd.com
    • Healing Erectile Dysfunction - Use tools to regain your confidence – psychologytoday.com

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