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Autor: Michael Rothenberg, Medizinredakteur
Überprüft von: Dr. med. Johannes von Büren
Aktualisiert: 26. April 2020

Körperliches Training gegen Impotenz

Je nach dem welche Ursache hinter den Beeinträchtigungen einer erektilen Dysfunktio steckt, kann körperliches Training äußerst hilfreich sein. Das gilt besonders, wenn die Auslöser Übergewicht, Testostertonmangel oder psychische Beschwerden sind. 

Unabhängig vom Alter und Gesundheitszustand, ist es nie zu spät mit regelmäßigem Training der erektilen Dysfunktion entgegenzuwirken. Die besten Effekte erzielen Männer, wenn sie nicht einfach blind mit den Übungen starten, sondern sich im Vorfeld über die möglichen Methoden und deren Fokus informieren.

Ja, denn körperliches Training wirkt sich sowohl direkt als auch indirekt positiv auf die Potenz aus. Gezielte Übungen begünstigen eine Erektion. Darüber hinaus steigern regelmäßige Sporteinheiten das Wohlbefinden und halten fit. Ein gesunder Körper ist eine der wichtigsten Voraussetzung für eine gesunde Potenz. 

Zum einen können jene Muskelgruppen gestärkt werden, die an einer Erektion beteiligt sind. Dazu zählen Muskeln im Bein- und Beckenbereich. Außerdem bewirkt das Training eine Verbesserung des Blutflusses und erhöht den Testosteronspiegel

Beckenbodentraining, Kraftsport und Ausdauertraining können die Potenz verbessern, indem sie auf verschiedenen Wegen eine Erektion begünstigen. Den besten Effekt erzielen Männer mit einer Kombination aller drei Trainingsarten. 

Die ersten Effekte des Trainings lassen sich je nach Intensität schon nach wenigen Wochen beobachten. Positive Nebeneffekte, wie die Steigerung des Wohlbefindens und des Selbstbewusstseins können sich noch schneller einstellen. Wichtig ist, das Training regelmäßig in den Alltag zu integrieren und am Ball zu bleiben.

Ja. Eine spezielle Masturbationstechnik, bei dem der Penis abwechseln erigiert und erschlafft, kann sich positiv auf die Potenz auswirken. Der Mann lernt dabei, die Erektion zu kontrollieren und gewinnt mehr Sicherheit darin, den erschlafften Penis wieder in den erigierten Zustand zu versetzen. 

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baranq / shutterstock.com
Übersicht:
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    Körperliches Training mit weitreichenden Folgen

    Die Auswirkungen von körperlichen Training auf die Potenz sind weitläufig und komplex.

    Allgemein gilt, dass sich regelmäßiges Training positiv auf die Gesundheit und damit auch auf die Potenz auswirkt. Der Kreislauf wird in Schwung gebracht, das Wohlbefinden und die Attraktivität steigt. Die gezielte körperliche Anstrengung kann zur mentalen Stärkung führen und psychische Belastungen senken.

    Positive Effekte des körperlichen Trainings auf die Potenz:

    • Muskelgruppen stärken, die die Erektion unterstützen

    • Blutfluss verbessern

    • Ausdauer und Kondition stärken

    • Testosteronspiegel ausgleichen

    • Selbstbewusstsein stärken

    • Selbstzufriedenheit erhöhen

    • Stressabbau verbessert mentale Gesundheit

    Körperliches Training wirkt sich für alle Betroffene, welche unter einer erektilen Dysfunktion leiden, positiv aus. Unabhängig von der Ursache der Erektionsstörung, kann mindestens einer der genannten Effekte die Wahrscheinlichkeit auf eine Erektion erhöhen.

    Verschiedene Trainingsmethoden

    Es gibt zwei Trainingsmethoden, die die Potenz direkt verbessern können.

    Sehr effektiv ist das regelmäßiges Beckenbodentraining, welches durch spezielle Übungen die Muskulatur und Beweglichkeit des Beckenbodens steigern.

    Eine zweite Möglichkeit besteht darin aktiv Kraftsport zu betreiben. Dadurch wird intensiv Muskulatur aufgebaut und vermehrt Testosteron ausgeschüttet.

    Auch Ausdauersport kann sich auf die Gesundheit und in manchen Fällen auch auf die Testosteronproduktion auswirken. Im Idealfall wird das Kraft- und Beckenbodentraining durch regelmäßige Ausdauereinheiten ergänzt. Damit verstärkt es den Trainingseffekt der gezielten Übungen und Ergebnisse lassen sich schneller erkennen.

    Aber: Eine Überlastung des Körpers durch zu viele oder zu intensive Trainingseinheiten hat Konsequenzen. Durch die Übermüdung wird eine Erektion unwahrscheinlich. Es gilt also, ein gemäßigten Trainingsplan anzustreben und sich nicht von Ungeduld zu übertriebenen Training hinreisen zu lassen.

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    XArtProduction / shutterstock.com

    Potenz steigern mittels Masturbation

    Mittels Masturbation kann tatsächlich die Potenz verbessert werden. Vorausgesetzt, Mann verwendet dabei die richtige Technik.

    Bei dieser wird der Penis wiederholt stimuliert und vor dem Höhepunkt wieder in den schlaffen Zustand versetzt. Idealerweise erfolgt dreimal eine Erektion und eine Erschlaffung, bevor es bei der vierten Erektion zum Orgasmus kommt.

    Der Vorteil der Masturbationstechnik ist, dass Männer lernen können die Erektion zu kontrollieren. Das ein erschlaffter Penis auch während des Sex wieder erigieren kann, ist vielen Betroffenen einer erektilen Dysfunktion nicht bewusst.

    Mittels der richtigen Technik für die Masturbation können sozusagen Trockenübungen für den Ernstfall erfolgen. Männer verinnerlichen, dass das Abflauen der Erektion kein finaler Zustand sein muss und erfahren, dass sie sehr wohl eine gewisse Kontrolle über ihre Potenz erlangen können.

    Diese Übung sollte natürlich nicht zu intensiv und häufig betrieben werden. Diese Methode sollte nicht zu einem Suchtverhalten oder zu intensiven Pornografie Konsum führen.

    Fazit: Körperliches Training kann helfen

    Wer sich einmal entschlossen hat, eine erektile Dysfunktion mit Hilfe von körperlichen Training zu bekämpfen, will natürlich schnelle Erfolge erzielen.

    Ein Trainingsplan hilft, Struktur in den wöchentlichen Ablauf zu bringen und Fortschritte festzuhalten. Wer sich dabei noch von Experten wie Fitnesstrainern helfen lässt, wird wesentlich schneller ans Ziel gelangen als im Alleinkampf.

    Dennoch benötigt der Körper Zeit, sich an die neuen Belastungen zu gewöhnen. Ungeduld ist daher der größte Feind der dauerhaften Motivation, die dazu führt, dass viele Männer vorschnell das Handtuch werfen. Das nötige Maß an Disziplin ist entscheidend, wenn die Erektionsstörung langfristig bekämpft werden soll.

    Um die Anfangsphase, in denen sich noch keine Erfolge beobachten lassen, zu überbrücken, können natürliche Potenzmittel oder auch Medikamente wie PDE-5-Hemmer helfen. Diese beseitigen zwar nicht die Ursache der Impotenz, können jedoch Abhilfe schaffen, bis die Effekte des körperlichen Trainings einsetzen.

    Grundsätzlich gilt das Erektionsstörungen durch körperliches Training nur dann behoben werden können, wenn die Ursache nicht Nervenbedingt ist. Sollte eine Schädigung der Nerven vorliegen, können häufig auf keine PDE-5-Hemmer mehr helfen.

    Alternativen:

    Wenn ein gesundes Training und körperliche Übungen die Erektionsstörungen nicht beheben, können Potenzmittel helfen. Dabei werden vom Arzt Arzneimittel wie Viagra (Sildenafil) oder auch Cialis (Tadalafil) verschrieben. Diese Mittel helfen in fasst allen Fällen der erektilen Dysfunktion.

    • Erectile Dysfunction and Masturbation - WebMD
    • Exercises to Eliminate Erectile Dysfunction - Healthline
    • Erectile Dysfunction (ED): Symptoms, Diagnosis & Treatment ... urologyhealth.org

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