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Autor: Michael Rothenberg, Medizinredakteur
Überprüft von: Dr. med. Johannes von Büren
Aktualisiert: 9. März 2020

 

Behandlung der erektilen Dysfunktion

Für die Behandlung einer erektilen Dysfunktion, auch Erektionsstörung genannt, gibt es viele verschiedene Therapieformen. Die bekannteste davon ist der Einsatz von PDE-5-Hemmern.

Um sich für die richtige Therapieform entscheiden zu können, muss zuallererst die Ursache ermittelt werden. Ursachen können sowohl physiologischer (körperlicher) und psychologischer Natur sein, oder durch eine Nebenwirkung von Medikamenten entstehen.

Bei Erektionsstörungen aller Art können folgende Ärzte helfen: 

  • Allgemeinmediziner
  • Urologen
  • Neurologen

Bei Erektionsstörungen die durch psychischen Auslöser entstanden sind, helfen auch:

  • Psychotherapeuten
  • Sexualtherapeuten

Es gibt unterschiedliche Therapieformen zur Behandlung einer erektilen Dysfunktion. Nachdem die Ursache der erektilen Dysfunktion ermittelt und eine Diagnose gestellt wurde, stehen folgende Behandlungsmöglichkeiten zur Auswahl:

Im ersten Schritt erfolgt ein Anamnesegespräch mit einem Arzt. Daraufhin wird eine körperliche Untersuchung vorgenommen, sowie verschiedene Bluttests durchgeführt. Anhand der Ergebnisse aus den Untersuchungen lassen sich erste Rückschlüsse auf mögliche Ursache ziehen.

Falls notwendig, erfolgen weitere Tests, welche die Annahme bestätigen oder ausschließen. Nachdem die Ursache geklärt ist, kann mit der Auswahl der Therapieform und folglich mit der Behandlung begonnen werden.

Die Kosten für die Behandlung einer erektilen Dysfunktion sind individuell und hängen von der jeweiligen Therapieform ab. Grundsätzlich muss der Betroffene selbst dafür aufkommen. Nur in Sonderfällen übernimmt die Krankenkasse auf ärztliche Verordnung hin einen Teil oder gar die gesamten Kosten der Behandlung.

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nito / shutterstock.com
Übersicht:
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    Was ist die häufigste Behandlungsform?

    In der Regel wird stets versucht, eine erektile Dysfunktion durch gesunde Ernährung und Sport in den Griff zu bekommen. Häufig werden auch Hilfsmittel (z. B. Penispumpe), oder ein Penisring probiert um eine stärkere Erektion zu erreichen.

    Falls die natürlichen Behandlungsversuche erfolglos bleiben, wird häufig ein Potenzmittel verschrieben. Diese Medikamente sind besonders bei organischen Ursachen hilfreich. Wichtig ist dabei, dass allerdings die Lust auf Sex bestehen muss. PDE-5-Hemmer können nur dann wirken, wenn auch eine sexuelle Stimulation stattfindet.1

    Seltener wird eine Therapie mit Stoßwellen oder Elektrostimulation angewandt und nur in besonders schweren Fällen wird ein operativer Eingriff zur Behandlung vorgenommen.

    Bei psychisch bedingten Erektionsstörungen wird häufig zu kommunikativen Behandlungsmethoden geraten. Dabei ist die Sprache von Coaching, Psychotherapie oder auch einer Paartherapie.

    Jede Therapieform hat ihre Chancen und Risiken, sodass es wichtig ist, diese im Voraus abzuwägen. Empfehlenswert ist dabei ein intensives Beratungsgespräch mit einem Facharzt der Urologie. Der Facharzt kann auf die Ursache, sowie Bedürfnisse und Wünsche des Betroffenen eingehen , um so eine passende Therapieform ableiten zu können.

    Selbsttest

    Mittels unserem Ursachen-Selbsttest lässt sich selbst herausfinden, welche Behandlungsform die passende sein könnte. Dies ersetzt allerdings keinen Arztbesuch.

    Heilungschancen der erektilen Dysfunktion

    In der heutigen Zeit gibt es immer mehr erfolgreiche Behandlungsmöglichkeiten für eine erektile Dysfunktion. Diese ermöglichen in den meisten Fällen eine deutliche Verbesserung bis hin zur vollkommenen Genesung der erektilen Dysfunktion.

    Ziel der Behandlungen ist es, den Betroffenen mühelos ein befriedigendes Sexualleben zu ermöglichen.

    Da Alleingänge nicht ratsam sind, sollte für eine erfolgreiche Behandlung ein Spezialist aufgesucht werden. Dieser stellt nach einer umfangreichen Untersuchung eine Diagnose. Anhand dieser Diagnose kann ein individuelles Therapiekonzept, angepasst an die Bedürfnisse und Wünsche des Patienten, erstellt werden. Nur so kann die erektile Dysfunktion auch langfristig geheilt und nicht nur bei Bedarf behandelt werden.

    Behandlungsmöglichkeiten:

    Behandlungsmöglichkeiten bei erektiler Dysfunktion

    Für die Behandlung einer erektilen Dysfunktion gibt es eine große Auswahlmöglichkeit an Therapien, die stetig zunimmt. Nach der Diagnose gilt es, die passende Behandlungsmethode zu finden, welche die Bedürfnisse des Betroffenen optimal abdecken.

    Ist die erektile Dysfunktion durch organische Ursachen bedingt, wird beispielsweise eine Psychotherapie nicht weiterhelfen. Das bedeutet, dass die Behandlungsmethoden an die Ursachen angepasst werden müssen, um eine Besserung oder gar Heilung der erektilen Dysfunktion zu ermöglichen.

    Bei einer psychologisch bedingten erektilen Dysfunktion erhält der Betroffene häufig eine Psychotherapie durch einen Therapeuten. Nichtsdestotrotz könnten auch PDE-5-Hemmer bei einer Psychologischen Ursache, wie beispielsweise einer Versagensangst, hilfreich sein. Häufig fühlen haben Männer dann durch die Medikamente ein sicheres Gefühl und müssen sich weniger Sorgen um eine zufriedenstellende Erektion machen.

    Sind die Erektionsstörungen altersbedingt, können zum Beispiel verschiedene Hilfsmittel, Übungen und Medikamente angewendet werden. Ist die erektile Dysfunktion medikamentenbedingt, kann nach Absprache mit einem Arzt über einen Wechsel der Medikamente nachgedacht werden. Bei Ursachen organischer Natur hängt die Behandlung von der Art der Krankheit oder Verletzung ab.

    Typische Möglichkeiten zur Behandlung sind neben der Einnahme von oralen Arzneistoffen oder lokal anzuwendenden Medikamenten auch mechanische Hilfsmittel (Penispumpe & Penisring), Hormontherapie, psychologische Betreuung, natürliche Hausmittel oder operative Eingriffe.

    Behandlungsmethoden im Überblick:

    • Eigenblut-Therapie

      Bei dieser Methode wird das eigene Blut des Betroffenen in den Penis injiziert, um die Funktionsfähigkeit des Blutflusses zu verbessern. Wird aktuell in Deutschland nur sehr selten angeboten. 

    • Gesunder Lebensstil

      Der Lebensstil wirkt sich direkt auf die Potenzfähigkeit eines Mannes aus. Ein gesunder Lebensstil und der Verzicht auf Zigaretten, Drogen, Alkohol und fettigem, ungesundem Essen, kann schon zu einer deutlichen Steigerung der Potenz beitragen. Der größte Vorteil: Es kostet nichts. 

    • Hypnose

      Liegt die Ursache der Erektionsstörung rein in der physischen Natur, kann neben der Kommunikation auch eine Hypnosebehandlung hilfreich sein. Eine Hypnose kann auch in Verbindung mit einer Psychotherapie einhergehen. 

    • Injektionstherapie

      Durch eine Spritze, die sich der Mann kurz vor dem Geschlechtsverkehr injiziert, erfolgt der Blutstrom in den Schwellkörpern und lässt den Penis nach ca. 20 Minuten steif werden. Die Erektion kann dabei bis zu 30 Minuten anhalten. Diese Methode wird nur dann angewendet wenn herkömmliche PDE-5-Hemmer nicht wirken und/oder die Ursachen an den Nervenbahnen liegen. 

    • Kommunikation

      Kommunikation kann Wunder wirken, vor allem wenn die Ursache der erektilen Dysfunktion psychologisch bedingt ist. Durch eine Paartherapie, Coaching oder Psychotherapie können seelische Belastungen besprochen werden, die Ursache für Erektionsprobleme sein können. In vielen Fällen kann die Erektionsfähigkeit dadurch wiedererlangt werden.

    • Körperliches Training

      Ein aktiver Lebensstil mit viel Bewegung und Sport trainiert auch die Erektionsfähigkeit eines Mannes. Sport fördert die Durchblutung des Körpers, schüttet das Sexualhormon Testosteron aus, erhöht die Sauerstoffversorgung des Penis und stärkt die Beckenboden-Muskulatur.

    • Mechanische Therapie

      Eine Option der mechanischen Therapie ist die Penispumpe bzw. die Vakuumpumpe. Der schlaffe Penis wird dabei in einen Plastik- oder Glaszylinder eingeführt und ein stimulierendes Vakuum wird erzeugt, welches zu einem verstärkten Blutzufluss in den Schwellkörpern des Penis führt und eine Erektion herbeiführt. 

    • Penisring

      Eine weitere Option die Erektion zu verstärken ist der Penisring. Dieser kann bei einer leichten bis mittelschweren Erektionsstörungen verwendet werden. Der Ring wird dabei während des Geschlechtsverkehrs um den Penis gelegt und hält den Penis länger steif, indem er das Abfließen des Blutes im Penis verlangsamt.

    • Physikalische Therapie

      Bei der physikalischen Therapiemöglichkeiten kann unter Elektrostimulation und Stoßwellentherapie unterschieden werden. Bei der Elektrostimulation wird mittels schwachen Stromimpulse die Muskulatur stimuliert. Dafür werden Elektroden an den Penis befestigt. Bei der Stoßwellentherapie wird mit schokartigen Schalwellen für eine Neubildung von verloren gegangen Gewerbe gesorgt. 

    • Natürliche Potenzmittel

      Es existieren viele natürliche Substanzen, die potenzsteigernd wirken. Diese sind meistens pflanzlich und können ein Ersatz für Arzneistoffe sein. Das bekannteste natürliche Potenzmittel ist Yohimbin, Ginseng und Maca. Mit natürlichen Aphrodisiaka lässt sich im auch die Lust auf Sex ankurbeln. Unter natürlichen Potenzmittel werden allerdings auch oft rezeptfreie Potenzmittel verstanden. Darunter fällt L-Arginin oder auch Vitamin D3.

    • PDE-5-Hemmer

      PDE-5-Hemmer sind Medikamente, die oral eingenommen werden. Sie verstärken eine Erektion nachweislich, wirken allerdings nur bei entsprechender Lust. Diese effektiven Potenzmittel sind verschreibungspflichtig und können sowohl bei Bedarf wie auch als Langzeitbehandlung eingenommen werden.

    • Testosterontherapie

      Testosteron zählt zu den wichtigsten Hormonen eines Mannes und ist unter anderem für die Lust und die Erektion zuständig. Ist der Testosteronspiegel zu niedrig, kann es zu Erektionsstörungen kommen. Zur Steigerung des Testosteronspiegels bieten sich medikamentöse Therapien an, aber auch natürliche Hausmittel sowie Sport und Bewegung.

    • Operative Möglichkeiten

      In besonders schwierigen Fällen, bei denen keine anderen Behandlungsmethoden Erfolg gezeigt haben, können zum Beispiel Penisprothesen eine zuverlässige Lösung sein, ein erfülltes Sexualleben wiederzuerlangen.

    Was bei einer Behandlung vermieden werden sollte

    Bei einer erektilen Dysfunktion sollte auf jeden Fall ein Arzt aufgesucht werden. Ärzte können eine zielorientierte Beratung bieten und die Ursache erforschen.

    Selbstbehandlung, indem verschiedene Methoden ohne ärztlichen Rat versucht werden, ist nicht zu empfehlen. Eine Erektionsstörung kann nur verbessert oder geheilt werden, wenn die richtige Behandlung gefunden und die Ursache bekämpft wird.

    Außerdem kann es wichtig sein, dass Partner und Partnerinnen in das Problem miteinbezogen werden und offen mit ihnen darüber gesprochen wird. Wird der Partner bzw. die Partnerin ausgeschlossen und der Betroffene frisst alles in sich selbst hinein, kann die emotionale Belastung größer werden und das sexuelle Problem verschlimmern. Für das Sexualleben ist das logischerweise kontraproduktiv.

    Verschreibungspflichtige Potenzmittel sollten stets nur von zugelassenen und seriösen Ärzten verschrieben werden. Das Bestellen von Medikamenten aus dem Internet ist nicht ratsam, sofern es sich nicht um eine zugelassene Apotheke handelt. Auch über das Internet ist stets ein Rezept notwendig.

    Kostenübernahme der Behandlung

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    MichaelJayBerlin / shutterstock.com

    Im Normalfall übernimmt die Krankenkasse nicht die Kosten zur Behandlung einer erektilen Dysfunktion. Genauer gesagt hängt dies vom Vertrag, der mit der Krankenkasse abgeschlossen wurde, ab.5

    Denn bei Erektionsstörungen handelt es sich nicht um eine Krankheit im Sinne des Sozialversicherungsrechts, was bedeutet, dass es nur in Spezialfällen auf ärztliche Anordnung dazu kommt, dass Sozialversicherungsträger die Kosten übernehmen.

    Daher müssen Betroffene sich bei bestimmten Leistungen, wie Psychotherapie, meistens an den Kosten selbst beteiligen oder gar ganz übernehmen. Für genauere Information sollten sich Betroffene jedoch an ihre Krankenversicherungsträger wenden. Die Kosten für die Behandlung einer erektilen Dysfunktion fallen außerdem immer individuell aus, je nach Therapieform und -dauer.

    Ursachen einer erektilen Dysfunktion

    Die Ursachen einer erektilen Dysfunktion können sehr unterschiedlich sein.

    Oft ist es ein Zusammenspiel mehrerer Faktoren gleichzeitig. Beispielsweise kann der psychische Druck bei einer Potenzstörung durch physiologische Ursachen die erektile Dysfunktion negativ verstärken und gar verschlimmern.

    In manchen Fällen können Erektionsstörungen lediglich psychologisch bedingt sein, beispielsweise durch Stress, Angst oder Traumata. In anderen Fällen können auch organische Ursachen, wie Krankheiten oder Verletzungen, zu Erektionsstörungen führen. Zudem können auch bestimmte Medikamente die Potenz vermindern.

    Ursachen können folgendermaßen bedingt sein:

    • medikamentös

    • psychologisch

    • organisch

    • altersbedingt

    Es ist ratsam, dass Männer, die regelmäßig von einer Erektionsstörung betroffen sind, einen Experten aufsuchen, der die Ursache für das sexuelle Problem ermitteln und die bestmögliche Therapieform empfehlen kann.

    Erektionsstörungen müssen nicht immer psychologischer, medikamentöser oder altersbedingter Natur sein, sondern können auch auf eine Krankheit hinweisen. Die Untersuchung durch einen Arzt bringt diesbezüglich Aufklärung.

    Diagnose einer erektilen Dysfunktion

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    Korawat photo shoot / shutterstock.com

    Um eine erektile Dysfunktion diagnostizieren zu können, wird die Untersuchung in ein Anamnesegespräch und eine anschließende körperliche Untersuchung unterteilt:

     

    1. Im ersten Schritt wird bei der Diagnose einer erektilen Dysfunktion eine Anamnese durch einen Arzt erstellt, was bedeutet, dass der Arzt den Betroffenen zu Verlauf und Vorgeschichte seiner Erektionsstörung befragt. Dabei werden nicht nur Fragen zur allgemeinen körperlichen Gesundheit und zu Krankheiten behandelt, sondern auch detailliertere Fragen zum Sexualleben, dem Lebensstil und dem sozialen Umfeld des Betroffenen. Über Probleme, welche die Sexualität betreffen, zu sprechen, fällt vielen Betroffenen schwer. Ein offenes und ehrliches Gespräch ist jedoch der Schlüssel, um die Gründe für die Erektionsstörung und folglich auch die passende Behandlungsmethode zu ermitteln und somit eine Chance auf Besserung oder Heilung zu ermöglichen.

     

    1. Im zweiten Schritt erfolgt eine gesamtkörperliche Untersuchung, bei der auch Blutwerte und Grunderkrankungen untersucht werden, da erektile Dysfunktionen oftmals organisch bedingt sind. Darunter fällt der Schilddrüsen-Befund, die Abtastung der Prostata, Blutdruckmessung und weitere Blutuntersuchungen. Je nach Ergebnis können noch weitere Untersuchungen und Labortests veranlasst werden. Anhand der Krankengeschichte und Ergebnisse der Untersuchung kann der Arzt Schlüsse daraus ziehen, ob die erektile Dysfunktion durch organische, medikamentöse oder psychologische Ursachen bedingt sein könnte.

     

    1. Wurde die Ursache für die erektile Dysfunktion ermittelt, fährt man mit der Auswahl der Therapieform fort. Sind die Ursachen für die Erektionsstörungen psychologischer Natur, wird der Betroffene an einen Neurologen oder Psychotherapeuten weitergeleitet und von diesen in mehreren Sitzungen therapiert. Liegen die Ursachen der erektilen Dysfunktion bei organischen oder medikamentösen Faktoren, kann der Arzt aus unterschiedlichen Behandlungsmöglichkeiten wählen, die auf die Bedürfnisse des Patienten abgestimmt sind. Dabei berät der Arzt den Betroffenen und informiert über die jeweiligen Chancen und Risiken der Behandlungsmöglichkeiten.

    Untersuchungen & Möglichkeiten:

    • Nächtliche penile Tumeszenz-Messung (NTP)

      Im Schlaf bekommen Männer mehrmals pro Nacht eine Erektion. Ein entsprechendes Messgerät kann diese Erektionen aufzeichnen. Dabei werden die Erektionsdauer und Steifheit des Gliedes gemessen. Gesunde Männer haben in der Regel drei bis sechs Erektionen pro Nacht, wobei diese mindestens zehn Minuten andauern und eine Steifheit von 70 % aufweisen. Liegen die Werte beim Patienten um diese Normalwerte herum, deutet die Erektionsstörung höchst wahrscheinlich auf psychische Ursachen hin.

    • Schwellkörper-Injektionstest (SKIT)

      Der SKIT-Test untersucht die Funktionsfähigkeit des Schwellkörpers und zeigt die Versorgung der Arterien des Penis und die Verschließbarkeit der Venen auf. Dabei wird eine Substanz in den Penis injiziert, welche die Gefäße beeinflusst und eine Erektion auslöst. Ist nur eine geringe Menge der Substanz nötig, um eine langanhaltende Erektion auszulösen, können gefäßbedingte Ursachen ausgeschlossen werden.

    • Penis-Doppler-/ Duplex-Sonografie

      Durch eine Ultraschalluntersuchung wird der Blutzufluss und -abfluss kontrolliert. Die Messung erfolgt dabei normalerweise zu Beginn einer künstlich herbeigeführten Erektion, da so der Blutfluss besser untersucht werden kann. Durch diese Methode können gefäßbedingte Ursachen ermittelt oder ausgeschlossen werden.

    • Urethrozystometrie und Urethrozystrografie

      Bei dieser Methode werden die Harnröhre und die Harnblase auf krankhafte Veränderungen untersucht. Dies geschieht entweder mit einem Endoskop oder über eine Röntgenkontrastdarstellung.

    • Arterielle Angiografie, Kavernosometrie

      Die arterielle Angiografie untersucht die Blutversorgung anhand von Röntgenkontrastmitteln. Sie macht die Arterien sichtbar und ermöglicht so eine genaue Untersuchung des Schwellköpers und der Venen. Im ersten Schritt wird eine künstliche Erektion ausgelöst. Daraufhin wird ein Kontrastmittel in den Penis injiziert, sodass durch Röntgenstrahlung der Abfluss des Blutes sichtbar wird. Mittels dieser Methode lassen sich mögliche Schädigungen an den Venen feststellen.

      Bei der Kavernosometrie wird mittels einer Pumpe Flüssigkeit in den Penis geleitet. Danach wird gemessen, wie viel Zustrom nötig ist, um die Erektion aufrechtzuerhalten.

    • Neurologische Untersuchungen

      Anhand elektrischer Reize können Störungen im Nervensystem ermittelt werden. Diese Methode gibt Aufschluss über neurologisch bedingte Ursachen.

    • Psychologische Untersuchungsmethoden

      Es gibt verschiedene psychologische Untersuchungsmethoden, die angewendet werden können. Der Fokus liegt dabei auf inneren Konflikten, früheren traumatischen Erlebnissen, Beziehungen und Persönlichkeitsstrukturen.

    Wohin wendet man sich bei Erektionsstörungen?

    Vielen Betroffenen ist es unangenehm über eine Erektionsstörung zu sprechen, da sie sich dafür schämen.

    Daher suchen sie sehr oft keine Hilfe auf, was nicht optimal ist. Dabei sind viel mehr Männer von einer Erektionsstörung betroffen, als angenommen wird. Zudem kann eine Erektionsstörung auf eine Krankheit hinweisen. Daher sollte dies fachmännisch bzw. ärztlich untersucht werden.

    Mögliche Anlaufstellen bei Erektionsstörungen:

    • Fachärzte der Urologie

    • Allgemeinmediziner, welche die Betroffenen an Spezialisten weiterleiten können

    • Therapeuten und Psychologen, die sich auf Sexualmedizin spezialisiert haben, können aufgesucht werden, da Erektionsstörungen oftmals durch psychologische Ursachen ausgelöst werden

    Erektile Dysfunktion: Was kann man als Betroffener tun?

    • Regelmäßige Check-ups und Vorsorgeuntersuchungen beim Urologen

    • Auf einen gesunden und aktiven Lebensstil achten

    • Eine vollwertige, gesunde und ausgewogene Ernährung beibehalten

    • Den Cholesterinspiegel in Balance halten

    • Sport treiben

    • Stressfaktoren vermeiden; bei Stress Entspannungsmethoden anwenden

    • Auf Tabak, Alkohol und Drogen verzichten

    • Kommunikation – über das Problem reden und Hilfe suchen

    1. Phosphodiesterase-5 (PDE5) Inhibitors In the Management of Erectile Dysfunction – ncbi
    2. Erektionsstörung (Erektile Dysfunktion) – gesundheit.gv.at
    3. Leistungen & Kosten – gesundheit.gv.at
    4. A. Jungwirth, B. Esterbauer: Diagnose und Therapie der erektilen Dysfunktion. In: Journal für Klinische Endokrinologie und Stoffwechsel 2009; 2 (4), S. 21-25
    5. Erfolglose Verfassungsbeschwerde gegen Ablehnung von Viagra auf Kassenrezept Pressemitteilung Nr. 49/2008 vom 9. April 2008 – bundesverfassungsgericht.de

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